FAQ zum kaltgepressten Trockenfutter

Barf-Gut - Geschrieben am 31.05.2024

Das kaltgepresste Trockenfutter für Hunde, auf das sich die FAQ beziehen, findest Du hier: https://www.barfgut.de/collections/kaltgepresstes-trockenfutter


Warum kaltgepresstes Futter? Ist das besser?


Grundsätzlich: Es gibt zwei Herstellungsverfahren für Trockenfutter, extrudiert und kaltgepresst. Jedes Verfahren hat seine Vor- und Nachteile, man schaut dabei immer individuell, was am besten zum Hund und seinen Bedürfnissen passt. Kaltgepresstes Trockenfutter quillt weniger bzw. gar nicht auf, sondern zerfällt beim Kontakt mit Feuchtigkeit. Im Gegensatz dazu kann im Extruder hergestelltes Trockenfutter mehr Feuchtigkeit aufnehmen, es quillt dadurch stärker. Gerade für Hunde, bei man ein Risiko einer Magendrehung annehmen muss, ist das von Bedeutung. Ansonsten muss man schauen, mit welcher Herstellungsart des Futters Dein Hund besser zurechtkommt.


Kaltgepresstes Trockenfutter ohne synthetische Zusätze, reicht das wirklich?


Kurzversion: Ja. Längere Version: Es ist viel mehr Rechnerei und sehr viel mehr Feinsabstimmung nötig als mit synthetischen Zusätzen, aber ja, es funktioniert. Die Mindestgehalte der Nährstoffe findest Du am Ende der Produktbeschreibung. Die individuelle Bedarfsdeckung hängt wie bei jedem Fertigfuttermittel vom Körpergewicht, der benötigten Futtermenge und dem Alter des Tieres ab.


Welche natürlichen Zusätze sind enthalten?


Seealge, Dorschlebertran, Buchweizenkeime, Trockenmoor, Wildfischöl, Hanföl und Wild- bzw. Rinderknochenmehl.


Warum hast Du bei der Entwicklung geholfen, Du bist doch sonst kein Trockenfutter-Freund?


Ja, stimmt, bin ich nicht. Aber: Ich bin auch realistisch. Die meisten Hunde werden nun mal mit Trockenfutter ernährt, sei es, weil BARF / selbstgekochte Rationen nicht in Frage kommen, weil es günstiger als Nassfutter sein soll, man eine möglichst einfache Lösung sucht, weil der Hund viel unterwegs ist, sei es in der HuTa, als Bürohund oder im Van. In den letzten Jahren hat sich die Welt verändert, wir sind alle mit unterschiedlichen Herausforderungen konfrontiert gewesen und sind es noch.
So ein Futter mitzugestalten, ist erst einmal eine Herausforderung gewesen. Nicht nur, weil man sich das einfacher vorstellt, als es ist. Es begleiten einen auch Fragen wie: Will ich das, kann ich das vertreten, was, wenn man kein Futter hinbekommt, dass den eigenen Vorstellungen genügt? Am Ende hat es geklappt. Und selbst etwas gestalten oder ändern zu können ist für mich tatsächlich schöner, als nur zu meckern.


Wie stelle ich am besten auf das Trockenfutter um?


Das kommt ein bisschen darauf an, wie Du vorher gefüttert hast, wie alt Dein Hund ist und ob gesundheitliche Besonderheiten vorliegen. Je älter Dein Hund ist, je mehr besondere Bedürfnisse vorliegen und je größer der Unterschied zur bisherigen Fütterung, desto langsamer und / oder sorgsamer musst Du unter Umständen vorgehen.


Kann ich auch gemischt füttern, z.B. BARF / Trockenfutter?

Gemischte Fütterung birgt immer das Risko von Verdauungsproblemen, gerade, wenn die kombinierten Fütterungsarten sehr unterschiedlich sind.
Kombinierte Fütterung heisst meistens auch, dass man die Fütterung nur bedingt auf die enthaltenen Nährstoffe abstimmen kann bzw. dass es eine ziemliche Sisyphos-Arbeit sein kann, mit einer kombinierten Fütterung eine gut passende Bedarfsdeckung aller essentiellen Nährstoffe zu erzielen.


Ist es empfehlenswert, das kaltgepresste Trockenfutter vor der Fütterung einzuweichen?


Das kann man machen, aber man muss es nicht. Dadurch, dass kaltgepresstes Wasser nicht aufquillt, hat man nach dem Einweichen von kaltgepresstem Trockenfutter eher eine breiige Konsistenz. Das Wasser wird nicht vom Trockenfutter aufgenommen, sondern es zerfällt bei Kontakt mit Wasser.


Ist das Trockenfutter bei Allergien und Unverträglichkeiten geeignet?


Da gilt, was bei Allergien und Unverträglichkeiten immer gilt: Wenn Dein Hund alle im Trockenfutter enthaltenen Zutaten verträgt, ist es für Deinen Hund geeignet. Du hast bei diesem Trockenfutter den Vorteil, dass alle Futterbestandteile klar deklariert sind. Ist nicht klar, ob er alle Zutaten verträgt oder gab es in der Vergangenheit schon einmal Probleme mit einem der verarbeiteten Futterbestandteile, dann solltest Du von der Fütterung absehen oder einen Tier-Ernährungsberater bzw. eine Tierernährungsberaterin mit hinzuziehen. Falls Du eine telefonische Ernährungsberatung benötigst, kannst Du diese hier buchen: https://calendly.com/utewadehn/ernaehrungsberatung


Wie wird die Nährstoffversorgung gewährleistet?


Das Gemüse und Obst wird gegart und gemahlen und unsere Zusätze dann direkt vor der Kaltpressung zugefügt (u.a. Buchweizenkeimpulver, Seealge, Dorschlebertran und Wildfischöl). Alle Komponenten werden dann durch einen Trichter an die Matrize herangeführt, die den Pellet formt. Dank des speziell entwickelten Kühlverfahrens geschieht dies ganz ohne Dampf und dem Einsatz von hohen Temperaturen. Die Temperatur von 42 Grad wird nicht überschritten und damit bleiben Vitamine, Ballaststoffe und sekundäre Pflanzenstoffe weitgehend erhalten und können dem Hund so zur Verfügung gestellt werden, so dass sie voll verwertet werden können.


Wie sollte das Trockenfutter gelagert werden?


Trocken und kühl, idealerweise in einem Behälter, um Frische und Nährstoffgehalt zu bewahren.


Ist das Trockenfutter auch für Welpen geeignet?

Grundsätzlich ja, in entsprechend höherer Futtermenge. Bitte informiere Dich vor der Fütterung von Welpen ausführlich zum Thema, je nach Rasse und Endgewicht des Welpen können andere Fütterungsarten genauso gut oder besser geeignet sein. Je grösser der Hund am Ende sein wird, je häufiger bei einer Rasse oder einer Farblinie Allergien / Futtermittelunverträglichkeiten zu beobachten sind (schau da auch auf die Elterntiere), desto ausführlicher solltest Du Dich mit der Ernährung auseinander setzen.