Wie BARF-GUT entstand



Tja, wie fing es eigentlich an? 




Wenn ich darüber nachdenke, wäre mein Leben ohne den Einzug von Maya und Geronimo wohl anders verlaufen. Wie, weiß ich natürlich nicht. Aber ich weiß, dass ich mich vermutlich nie so intensiv mit der Fütterung von Hunden und Katzen auseinander gesetzt hätte. Dass es sehr wahrscheinlich diesen Shop nicht gäbe, dass ich immer noch das Futter nach den Beschreibungen auf der Verpackung aussuchen und den Begriff BARF in den Bereich "Joa, hab ich mal gehört" einsortieren würde.


Denn mir ging es so, wie Dir vielleicht auch: Ich habe lange Zeit Fertigfutter als das Normalste der Welt angesehen. Und selbstverständlich habe ich es auch gefüttert, als im August 2005 zwei kleine, verschnupfte Katzenkinder einzogen. Ungeplant, natürlich. Und ich hatte zu diesem Zeitpunkt wirklich keine Ahnung von Katzen - außer der Tatsache, dass ich Katzen mochte. Wobei: Zu diesem Zeitpunkt nicht so sehr wie Hunde.


In jedem Fall stellte sich heraus, dass Geronimo ständig mit Durchfall zu kämpfen hatte. Er war gesundheitlich ohnehin nicht in bester Verfassung, so dass schnell mögliche Schockdiagnosen wie FIV ("Katzenaids") oder FeLV (Feline Leukämie) im Raum standen. Die trafen zwar glücklicherweise nicht zu, aber die Ursache für den Durchfall war auch nicht zu finden. 


Ich weiß nicht, wie viele Nächte ich schlaflos im Internet verbracht habe, um Hinweise auf mögliche Ursachen zu suchen. 2005 waren Infos zu Katzenfütterung noch sehr spärlich gesät. Das Konzept, Katzen als strikte Carnivoren mit rohem Fleisch zu füttern, leuchtete mir sofort ein. Das war aber der leichte Teil: Denn Infos dazu zu bekommen, war unglaublich schwer. Ich hatte das Glück, mich mit Menschen austauschen zu können, die bereit waren, unglaublich tief in das Thema einzusteigen, die gerechnet, beruhigt und experimentiert haben - und mir gleichzeitig geduldig erklärten, wie ich mit den vielen Fragezeichen in meinem Kopf umgehen konnte. Das ist auch das, was mein Antrieb ist: Das zurückzugeben und BARF möglichst einfach zu erklären. Deswegen gibt es auch den  Barf-Blog und den BARF-GUT-Podcast (über iTunes oder Spotify).



Nach der Umstellung auf BARF war Geronimos Durchfall Geschichte. Und ich hatte Blut geleckt: Wenn eine simple Futterumstellung so etwas "Großes" bewirken kann, warum sich nicht näher mit dem Thema beschäftigen? Was kann gutes Futter noch bewirken? 


Aus einer Schnapsidee (na ja, nicht wirklich, ich mag keinen Schnaps ;-)) heraus entstand dann die erste Version des BARF-GUT-Shops. Mit Futterergänzungen für Hunde und Katzen gleichermaßen.  Später war das Thema Fütterung dann der Anreiz für mich, meine Tierheilpraktiker-Ausbildung zu machen und Hunde- und Katzenhalter in Sachen Fütterung zu beraten und (naturheilkundlich) zu unterstützen. 


 Das Tolle am Thema Ernährung und der Arbeit mit Hunden und Katzen: Man lernt nie aus. Jede Katze, jeder Hund ist eben ein Individuum, mit manchmal ganz unterschiedlichen Bedürfnissen. Es gibt kein Schema F und keine Fütterung, die immer passt. Aber wenn sie passt, dann kann die Fütterung zur Gesundheitsprophylaxe und zum Wohlbefinden ganz erheblich beitragen.


In diesem Sinne: Frohes Füttern!