5 Gründe, keine Angst vor BARF zu haben

Barf-Gut. - Geschrieben am 10.11.2019

Wir wissen es alle: BARF ist gefährlich. Mit BARF sind Nährstoffdefizite an der Tagesordnung. BARF ist deswegen auch nichts für Welpen oder Kitten. BARF kann niemals so gut sein wie Fertigfutter. BARF ist voll von Keimen und Salmonellen.

Wir alle haben sie schon einmal gelesen oder gesehen: Die Artikel und Berichte, die einem am Ende entweder fassungslos oder belustigt oder verunsichert zurücklassen.

Weil sie gängige Vorurteile aufgreifen, aber sich nicht die Mühe machen, detaillierter hinzusehen. Oder weil sie schlicht und ergreifend nicht korrekt sind. Wir alle haben schon einmal von Fällen gehört oder gelesen, bei denen Rohfütterung ganz fürchterliche Mangelerscheinungen hervorgerufen hat.

Aber nicht jede Rohfütterung ist gut gemacht oder bedarfsdeckend, genauso wenig, wie Fertigfutter. Oder anders ausgedrückt: Egal, wie man füttert, es gibt immer gute oder schlechte Möglichkeiten, einen Hund oder eine Katze zu versorgen.

BARF bezeichnet ein festes Fütterungskonzept, bei dem unterschiedliche Futterbestandteile in fest definierten Mengen gefüttert werden, um Nährstoffmängel zu vermeiden. Leider wird BARF mittlerweile sinngemäß für jede Fütterung genutzt, bei der irgendwie rohes Fleisch vorkommt. Klar kann auch anders roh füttern, aber das BARF-Prinzip hilft dabei, Fütterungsfehler zu vermeiden und sich das Leben etwas einfacher zu machen, weil man nicht ständig hinterfragen muss, ob alles richtig zusammengesetzt ist.

Es gibt viele Gründe, keine Angst vorm BARFen zu haben.

1. Du kannst weniger falsch machen, als Du denkst

Die meisten Horrorgeschichten, die man hört oder liest, sind Einzelfälle. In denen ganz wesentliche Punkte des BARFens nicht eingehalten wurden. Wenn Du immer ohne Licht im Dunkeln Auto fährst, wird das irgendwann auch schief gehen - einfach, weil Du einen wesentlichen Punkt nicht beachtet hast.


2. Vertrau Dir selbst!

Manchmal ist es gut, mehr auf sich selbst zu vertrauen, als auf Angstmacher zu hören. Wir bekommen jeden Tag so viel hin, das weit schwerer ist als Hunde- oder Katzenfütterung. Und wenn Dir Dein Bauchgefühl sagt, dass es eigentlich nicht gut sein kann, tagaus, tagein etwas zu füttern, was aussieht wie ungeeignetes Kaninchenfutter, dann hör drauf.


3.Es gibt genug gute Informationen

Es gibt unglaublich viele Informationen zum BARFen. Bücher, Blogs, Websites, Vorträge, Facebook-Gruppen, Insta-Accounts. Die sind dann natürlich etwas unaufgeregter und sachlicher als die üblichen Schauergeschichten und Panikmache. Aber eben auch nützlicher. Such Dir das für Dich Passende raus.


4. Keime & Co. werden falsch eingeschätzt

Nichts außerhalb eines sterilen Umfelds ist keimfrei. Gerade Hunde und Freigänger-Katzen kommen jeden Tag mit vielen Erregern in Kontakt. Es gibt deswegen unterschiedliche Schutzfunktionen im Körper, z.B. das Immunsystem. Die meisten Produktrückrufe in der letzten Zeit wegen Salmonellen und Co. betrafen übrigens Fertigfutter & Kauartikel.


5. Du wirst die positiven Veränderungen bemerken

BARF ist kein Allheilmittel, aber die Qualität der Fütterung macht sich meistens schnell bemerkbar. Mäkler fressen besser, der Zustand von Haut und Fell verändert sich, die Kothaufen werden kleiner und riechen weniger. Stückiges Fleisch kann dafür sorgen, dass beim Kauen Zahnbeläge reduziert werden. Hunde riechen besser. Und Du hast einen ganz großen Vorteil: Du kannst alles unkompliziert so verändern, wie es Deiner Katze oder Deinem Hund gut tut.